Spielbericht lesen vom Team U18/1 Weiblich
Spieltag: 2
Spiel: NDM U18 in Geesthacht

Bericht:

Norddeutsche Meisterschaften U18
Wieder sechster Platz! – Aber diesmal nicht Schlusslicht!!!

Unsere diesjährigen Hamburger Vizemeisterinnen sind am 04./05. März 2017 in Geesthacht bei den Norddeutschen Meisterschaften angetreten.

Um es vorweg zu nehmen, sie traten nicht mit Titelambitionen an, sondern eher um sich und ihren Fans zu bestätigen, dass sie zu Recht auf dieses Turnier gehörten. Das hieß gute Spiele machen, vollen Einsatz zeigen, als Team auftreten und Favoriten große Anstrengungen abzuverlangen.



Das Los der Vorrunde bescherte den Mädels im ersten Spiel den Gastgeber VFL Geesthacht. Diese waren als Ausrichter ganz kurzfristig eingesprungen und haben ein echt solides Turnier auf die Beine gestellt. Klaus Heinrich, den vielen elterlichen Helfern und Geesthachter Sportlerinnen und Sportlern, sei herzlich gedankt dafür.

Trotzdem konnten die WiWanerinnen nicht auf einen Sieg zum Auftakt verzichten. Nach 2 Sätzen hatten sich die Mädchen um Trainer Sergej Fink und seinem Sidekick ‚Ecki‘ Eberth gut eingeführt (25:16/25:11).

Aber als nächstes warteten die mecklenburgischen Meisterinnen. Bis unsere Equipe im ersten Satz zum Zuge kam, war dieser schon verloren. Hier war definitiv zu viel Respekt im Spiel. Zum Glück und zur Freude des Publikums legten sie diesen im zweiten Satz ab und Neubrandenburg, dass den zweiten Satz zunächst auf die leichte Schulter nahm, sah sich dreist aufspielenden Sechs gegenüber, die punktemäßig immer gleichauf blieben. Das ging bis zum Finish gut, als die Neubrandenburger Trainerin einige deutliche Ansagen machte. Leider reichte es dann trotz großartiger Aktionen der WiWa-Abwehrexpertinnen nicht zum Satzausgleich (15:25/21:25).

Das letzte Gruppenspiel gegen Kiel verlief ähnlich. Diese hatten vorher die Neubrandenburgerinnen in hart umkämpften drei Sätzen geschlagen Die Wiwanerinnen wussten also das sie ein schwerer Gegner erwartete. Trotzdem überraschten sie die ‚Sackstarken‘, wie sich die Kielerinnen selbst nennen, oft und konnten das Spiel über weite Strecken ausgeglichen halten. Aber auch hier musste man anerkennen, dass man sich wieder einem Gegner beugen musste, der altersbedingt über mehr Sicherheit und Erfahrung verfügt, als man selbst. Man darf nicht vergessen, dass WiWa, abgesehen von zwei Ausnahmen mit einem Kader auflief, der aus den Jahrgängen 01,02 und 03 bestand (17:25/18:25).

Aber den ersten Turniertag als Gruppendritter zu beschließen und gute Leistung geboten zu haben, war schon viel wert und so schaute man positiv nach vorn.

Das Überkreuzspiel am Sonntag, das über die Teilnahme am Halbfinale entscheiden sollte, musste gegen Schwerin bestritten werden. Was für ein Brocken! Im Prinzip ging es hier gegen eine Mannschaft, die bereits in der Regionalliga Nord und teilweise sogar in der 2. Bundesliga spielt. Also hieß es wieder Abwehrschlacht und mutiges Gegenhalten für unsere Mädchen die bis dato maximal Verbandsligaerfahrung haben. Und die Mädchen machten es prächtig. Stabile Abwehr, Varianten im Angriff, solides Zuspiel und Laufarbeit lassen hoffen, dass sie sich im Laufe der nächsten Saison gut weiter entwickeln. In diesem Spiel hatten sie gegen den späteren Turniergewinner das Nachsehen, bekamen aber trotzdem für den Auftritt großen Beifall von ihrem Fanblock (19:25/15:25).

Im unteren Kreuzvergleich ging es dann gegen den Vizemeister aus Schleswig Holstein. Ebenfalls eine relativ junge Mannschaft, die uns demnächst wohl noch öfter gegenüber stehen wird. Das Trainergespann wollte in diesem Spiel einige Aufstellungsvarianten testen und allen Kaderspielerinnen Gelegenheit geben, sich dabei zu profilieren. Insofern ist das enge Ergebnis nicht unbedingt ein Spiegel der Leistung, sondern eher den Umstellungen geschuldet. Insgesamt ein gutes Spiel, das verdient gewonnen wurde.

Nun sollte das Spiel um Platz 5 gegen den 1.VC Parchim folgen. Hier muss bei allem Wohlwollen und aller Loyalität zu unseren Mädchen kritisch gesagt werden, dass sie dieses Spiel verschenkt haben, weil sie schlicht unter Ihren bereits unter Beweis gestellten Möglichkeiten geblieben sind. Bei einem Turnier dieses Niveaus darf man nicht die Anfangsphase verdaddeln um dann bei acht oder neun Punkten Rückstand eine Aufholjagd zu starten. Dazu sind die Gegner einfach zu gut. So geschehen in beiden Sätzen dieses Matches. Immer wenn die Parchimerinnen etwa bei zwanzig Zählern waren und die WiWanerinnen noch im einstelligen Bereich, ging ein Ruck durch die Mannschaft und der eigentliche Kampf ging zu spät los. Wie erwähnt, war das nicht ausreichend. Endergebnis (21:25/18:25).

Hieran muss gearbeitet werden, wenn man zukünftig um vordere Plätze mitspielen will. Aber unsere Mädchen schaffen das schon, da kann man zuversichtlich sein. Die 00’er, Julie und Julia werden nächstes Jahr bei den U20 wieder Ihr Können unter Beweis stellen. Die 01’er Anna, Iona, Klara, Neele und Henrike, die nächstes Jahr der ‚eigentliche‘ U18 Jahrgang sein werden, haben alle Voraussetzungen ein gutes Gerüst unseres nächsten U18-Synergieteams zu werden. Und die 02’er mit Dorothee, Sabrina und Christina sowie die 03’er Sarah und Lilly werden sicherlich auch wieder dabei sein.

Was ist noch zu sagen?
Ein RIESENGROSSES Dankeschön geht von Mannschaftsseite an Torben, Holger und Hauke, die uns am Wochenende die Schiedsrichteraufgaben abgenommen haben. Den Fans fürs unermüdliche Anfeuern sei an dieser Stelle rückapplaudiert.

Von Seiten des Berichtenden auch nochmal ein Danke an die Trainer und die Protagonistinnen, unsere WIWA-Mädels für den Spaß, den sie uns bringen.

Nach der Siegerehrung haben wir dann noch in gut aufgelegter Runde im kroatischen Restaurant ‚Adria‘ die Verteidigung des sechsten Platzes mit dem Wissen im Kopf gefeiert, dass wir besser gespielt und mehr Spiele gewonnen hatten als im letzten Jahr.



Marin, dem Wirt vom ‚Adria‘ im Namen der Kids Danke für den spendierten Nachtisch. Weiterhin hat er den U16’ern versprochen, wenn sie mit einer Medaille aus Kiel zurückkommen, der Mannschaft ein komplettes Essen zu spendieren. Wir hoffen mal, daß wir das in Anspruch nehmen können.


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